Weinbau



Gemeinsam sind wir stark

Arbeiten im Weinbau sind stark vom Wetter abhängig. Unter ungünstigen Bedingungen florieren die Krankheitserreger der Rebe und geschwächte Pflanzen können sich schlecht zur Wehr setzen. Zu bekannten Erkrankungen wie der Reben-Peronospora kommen neue Krankheiten hinzu. Gegen Viruskrankheiten wie die Reisigkrankheit oder die vermutlich von Pilzen ausgelöste Esca-Krankheit gibt es bisher keine nachhaltigen Strategien.

Dabei soll doch Weinbau nachhaltig werden? Es würde dazu beitragen natürliche Ressourcen zu schonen und unsere Kulturlandschaft zu erhalten. Das sind wichtige Entwicklungsziele für die trinationale Oberrheinregion. Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir neue Wege, um Krankheiten nachhaltig bekämpfen zu können.

Nachhaltiger Weinbau braucht viel Expertenwissen. Nur wer die biologischen Hintergründe von Rebkrankheiten kennt, kann in der Praxis angemessen und erfolgreich gegen solche Krankheiten vorgehen. Die Verknüpfung von Forschung und Praxis ist daher absolut notwendig.

Dass so etwas gut funktionieren kann, zeigt sich an dem am Weinbauinstitut Freiburg entwickelten Prognosemodell VitiMeteo (www.vitimeteo.de). Dieser Dienst erlaubt es dem Winzer, abhängig von Wetterlage und Befallsdruck, die richtige Strategie für die Bekämpfung der Peronospora zu bestimmen. Kaum einer weiß, dass dieses Modell auf zahlreichen Erkenntnissen aus jahrelanger Grundlagenforschung zur Biologie dieses Krankheitserregers beruht.

Das Wetter können wir nicht ändern, aber wenn Forschung und Praxis miteinander verknüpft werden, können wir gemeinsam die Folgen des Wetters zu unseren Gunsten gestalten.


 

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